Aufgebitcht und vollgepumptAuf der Suche nach dem Hildesheimer Traum. Eine Resignation mynt I. Ankommen. Abweisung. Aufschub.Nur Gästeliste. Kommt in ner Stunde wieder sagt ein fetter Türsteher. Wir sagen, wir müssen eine Reportage schreiben, wir müssen da rein, wir müssen dort drinnen einen Traum finden, wir stehen auf keiner Gästeliste, unser Auftrag ist höher, heiliger. Wir sind promovierte Journalisten. Den Witz finden nur wir lustig, er versteht nicht. That bastard isn’t gonna get away with this. I mean, what is going on in this country, when a scumsucker like that can get away with sandbagging a doctor of journalism? Er sagt, er würde gern, darf aber nicht, der Jürgen hats verboten. Ein paar Frauen, nicht weniger aufgebitcht als wir, laufen vorbei, die kennen den Jürgen, das ist abgeklärt. Wir kennen Jürgen nicht, und kommen in einer Stunde sicher wieder. Im mynt, da sind wir sicher, werden wir diese Stadt erkennen. Leben in Hildesheim. Frauen. Spielen. Neuanfang.Der Kiepenkerl ist vollgestellt, kein Platz an der Wand, an dem nicht irgendeine Trophäe hängt. Langsam werden wir dünnhäutig. Sensibel zeigt uns die Droge, was es gibt und wo wir uns nicht festhalten können. Das Vorhaben wird immer größer, je weniger wir in der Hand haben. Wir haben nichts in der Hand, also würfeln wir. Leben in Hildesheim heißt das Spiel, die Würfel müssen wir uns von Mensch ärgere dich nicht klauen. Wir würfeln uns durch Hildesheim von Himmelsthür nach Drispenstedt. Wir sammeln Aktionskarten. Heute ist Tanzparty im TANZHAUS. Darauf freuen Sie sich schon die ganze Woche und setzen gerne einmal aus. Wir trinken große Biere neben Männern mit Schnauzbärten. In konzentrischen Kreisen nähern wir uns irgendwas, der Wahrheit oder der Polemik oder dem blühenden Kern Hildesheims. Auf dem Marktplatz findet das Weinfest statt. Da dürfen Sie nicht fehlen. Dabei haben Sie wohl ein Glas zuviel getrunken, denn Ihnen ist etwas schwindelig geworden. Sie müssen ein wenig ausruhen und setzen darum einmal aus. Die Anderen spielen wirklich, wir, wir setzen immer nur aus. Copyright © Jan Fischer und Marcel Maas – Jun 15, 2008 |
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